Wanderung um die Roques de García
Die Felsengruppe Roques de García im Teide-Nationalpark zählt zu den beliebtesten Wanderungen auf Teneriffa - aus gutem Grund, denn der Rundweg ist einfach zu bewältigen und trotzdem enorm beeindruckend.
- Offizieller Wanderweg "Sendero 3"
- Startpunkt: Mirador de la Ruleta (großer Parkplatz)
- Anfahrt von Garachico: ca. 80 Minuten
- Länge: 3,5 km (ca. 2,5 Stunden)
- Höhenunterschied: ca. 200 Meter
Was Sie erwartet
Es gibt Orte, die sehen aus, als hätte jemand eine Filmkulisse in die Landschaft gestellt. Die Roques de García im Teide-Nationalpark sind so ein Ort. Bizarr geformte Felstürme, die aus einer weiten Hochebene aufragen, dahinter der mächtige Kegel des Teide, dazu eine Farbpalette aus Rot, Ocker, Schwarz und Weiß, die kein Fotofilter verbessern könnte.
So hochalpin die Kulisse wirkt: Sie müssen kein erfahrener Bergwanderer sein, um dieses Naturschauspiel zu erleben. Der Rundweg um die Roques de García ist mit rund 3,5 Kilometern kurz, weist nur geringe Höhenunterschiede auf und ist technisch nicht anspruchsvoll. Sie benötigen lediglich etwas Trittsicherheit.
Anfahrt von Garachico
Von der Villa ARTE in Garachico aus erreichen Sie die Roques de García in rund eineinhalb Stunden. Über die TF-82 geht es zunächst hinauf durch Santiago del Teide, dann weiter auf der TF-38 hinauf in die bewaldete Corona Forestal und dann in den Teide-Nationalpark – eine völlig andere Welt. Die Vegetation wird karger, die Weite atemberaubend, und der Teide rückt immer näher. Sie kommen am Mirador de las Narices del Teide vorbei (ein Fotostopp lohnt sich), biegen an der Boca de Tauce links auf die TF-21 ab und folgen der Straße durch die Cañadas. Nach wenigen Kilometern sehen Sie die markanten Felstürme bereits von Weitem. Parkmöglichkeiten gibt es direkt am Mirador de la Ruleta.
Alternativ können Sie den Teide auch von Norden über La Orotava anfahren – durch die beeindruckenden Kiefernwälder der Corona Forestal. Diese Route ist etwas länger und schraubt sich über unendlich viele Serpentinen in die Höhe, ist aber landschaftlich ebenfalls grandios. Oder Sie nutzen diese Route für den Rückweg, dann fahren Sie direkt auf das Meer zu.
Füge hier deinen Tooltip-Text hinzu
Tipp: Die Parkplatzsituation an den Roques de García ist eine Herausforderung. Der Bereich gehört zu den meistbesuchten Orten im gesamten Nationalpark. Bereits ab circa 9 Uhr morgens wird es eng und Sie brauchen Geduld. Gegen 8 Uhr da zu sein, ist stressfreier - oder im Sommer erst am Nachmittag gegen 16 Uhr.
Lohnt sich der Rundweg um die Roques de García?
Unbedingt. Die Roques de García gelten nicht ohne Grund als eines der bedeutendsten Naturmonumente Teneriffas. Der berühmte Roque Cinchado – im Volksmund „Finger Gottes“ oder „Steinerner Baum“ genannt – zierte einst den spanischen 1.000-Peseten-Schein. Zusammen mit dem imposanten Teide im Hintergrund ist er eines der meistfotografierten Motive der gesamten Insel.
Lassen Sie sich von den Menschenmassen am Parkplatz nicht abschrecken! Die meisten halten sich nur zum obligatorischen Foto am Mirador de la Ruleta auf und schon nach wenigen Minuten wird es deutlich ruhiger. Das eigentliche Erlebnis beginnt, wenn Sie den Rundweg gehen – eine fast außerirdisch anmutende Landschaft: hinab in die weite Ucanca-Ebene, vorbei an erstarrten Lavaströmen und bizarren Felsformationen, die wie aus einer anderen Welt wirken.
Wetter und Ausrüstung
Unterschätzen Sie nicht, dass Sie sich hier auf 2.200 Metern Höhe aufhalten! Auch wenn unten in Garachico die Sonne scheint und es angenehme 20 Grad hat, kann es an den Roques de García empfindlich kühl sein – oder überraschend heiß. Die Temperaturen schwanken stark, je nach Jahreszeit und Tageszeit.
Im Winter können die Temperaturen auf dem Plateau auf den Gefrierpunkt fallen, auch Schnee ist keine Seltenheit, und der Wind bläst oft kräftig. Warme Kleidung und eine winddichte Jacke im Gepäck sind Pflicht.
Im Sommer brennt die Sonne ähnlich wie in den Alpen auf dieser Höhe gnadenlos – die UV-Strahlung ist stärker als an der Küste, und es gibt kaum Schatten auf der Strecke. Vermeiden Sie die Mittagsstunden und trinken Sie ausreichend.
Ganzjährig gilt: Festes Schuhwerk ist wichtig, vor allem für den teilweise gerölligen Abstieg in die Ucanca-Ebene und den kleinen Schlussanstieg. Turnschuhe gehen zur Not, Wander- oder Trekkingschuhe sind aber die bessere Wahl. Nehmen Sie genug Wasser mit – es gibt keine Einkehrmöglichkeit auf der Strecke (nur die Cafeteria des Hotel Parador am Start-/Endpunkt). Sonnenschutz, Kopfbedeckung und Sonnencreme sind zu jeder Jahreszeit empfehlenswert.
















Wir empfehlen den Rundweg im Uhrzeigersinn (zuerst entlang der Roques, dann Abstieg in die Ebene). So haben Sie den steileren Anstieg am Ende – bergab auf Geröll ist anspruchsvoller als bergauf.
Die Wanderung im Detail
Start am Mirador de la Ruleta
Los geht’s an der Aussichtsplattform Mirador de la Ruleta, direkt gegenüber des Parador-Hotels. Schon hier bleibt der Atem kurz stehen: Vor Ihnen öffnet sich der Blick auf die weite Ucanca-Ebene, mit der wuchtigen Felsformation La Catedral – bis zu 200 Meter hoch und mit ihrer prismenartigen Form tatsächlich an eine Kathedrale erinnernd. Etwas weiter nördlich, ragt der schlanke Roque Cinchado empor, der berühmte „Finger Gottes“. Und im Hintergrund der Teide.
Entlang der Roques nach Nordwesten
Ein breiter, anfangs mit Holzplanken und Absperrseilen eingefasster Weg führt in nordwestlicher Richtung direkt auf den Teide zu. Die monumentalen Felstürme der Roques de García begleiten Sie zur Linken. Sie passieren den Roque Cinchado aus nächster Nähe und wandern dann an der Reihe der Felsen entlang: Roques Blancos, El Burro, Torrotito – jeder einzelne hat einen eigenen Charakter, eine eigene Form, eine eigene Farbe.
Der Weg steigt dabei leicht an und wird allmählich schmaler und etwas holpriger. Die Landschaft öffnet sich und nach der Umrundung der hohen, hellen Torre Blanca offenbart sich ein großartiges Panorama: die gesamte Ucanca-Ebene liegt Ihnen zu Füßen, die größte Sedimentfläche des gesamten Nationalparks.
Abstieg in die Ucanca-Ebene
Nun beginnt der reizvollste Abschnitt. Auf einem schmalen, teilweise gerölligen Pfad steigen Sie in die westliche Caldera hinab. Zur Linken erblicken Sie einen faszinierenden erstarrten Lavastrom namens La Cascada – eine Lavazunge, die beim Überfließen eines Höhenunterschieds erstarrt ist und tatsächlich wie ein steinerner Wasserfall aussieht. Die Farbpalette des Gesteins ist beeindruckend: Schwarz, Rostrot, Ocker und Weiß wechseln sich ab, durchzogen von dunklen Linien.
An der Catedral vorbei
Am tiefsten Punkt der Wanderung angekommen, stehen Sie am Fuß des mächtigen Vulkandoms La Catedral. Aus der Nähe betrachtet ist dieser Felsen noch eindrucksvoller als vom Aussichtspunkt: Ein ehemaliger Vulkanschlot, der beim Erkalten sein Volumen verringerte und prismenartige Formen annahm. Riesige Felsbrocken sind durch Erosion abgestürzt und liegen verstreut am Fuß des Kolosses.
Der Schlussanstieg
Hinter der Catedral beginnt der letzte Abschnitt: ein recht steiler, aber kurzer Aufstieg über den Bergsattel zurück zum Mirador de la Ruleta. Dieser Schlussanstieg ist der anspruchsvollste Teil der Wanderung, aber schnell geschafft. Die Belohnung: ein letzter grandioser Blick zurück auf die gesamte Runde, bevor Sie wieder am Ausgangspunkt ankommen.
Variante
Statt am Mirador de la Ruleta zu starten, können Sie auch am Llano de Ucanca Vista Point parken und sich den Felsformationen von der Ucanca-Ebene her nähern – sie laufen dann direkt auf La Catedral zu, gehen den Rundweg und dann wieder zurück zum Llano de Ucanca Vista Point. Eine sehr reizvolle Alternative, die die Wanderung um insgesamt ca. 1 Stunde verlängert – allerdings gibt es am Vista Point nur ca. 10 Parkplätze, es braucht also etwas Glück.
Geologie und Flora zum Staunen
Die Roques de García sind weit mehr als Felsen. Sie sind ein geologisches Fenster in die Erdgeschichte Teneriffas – bis zu 1,7 Millionen Jahre alt und damit deutlich älter als die heutige Caldera-Hochebene. Die Caldera Las Cañadas ist ein riesiger Einbruchkrater – entstanden durch den Kollaps eines Vorgänger-Vulkans. Über die genaue Ursache streiten Geologen bis heute: War es ein gewaltiger Erdrutsch, ein Einbruch in eine geleerte Magmakammer oder eine Kombination aus beidem? Fest steht: Die Roques de García markieren die Nahtstelle zwischen den beiden Caldera-Hälften. Sie blieben stehen, während rechts und links der Boden in die Tiefe sackte. Der heutige Kraterboden liegt rund 500 Meter über der eigentlichen Caldera-Sohle – aufgefüllt durch unzählige Lavaströme im Laufe der Jahrtausende.
Auf den ersten Blick wirkt die Landschaft karg und leblos. Doch schauen Sie genauer hin – die Vegetation am Rand des Weges ist erstaunlich vielfältig und zu großen Teilen endemisch, also weltweit nur hier zu finden. Die dominierende Pflanze ist der Teideginster, ein robuster Strauch. Die wahre Attraktion ist jedoch der Wildprets Natternkopf, auf den Kanaren Tajinaste rojo genannt. Dieses spektakuläre Gewächs braucht drei bis fünf Jahre, um seinen einzigen, bis zu drei Meter hohen purpurroten Blütenstand auszubilden – und stirbt danach ab. Wenn Sie im Mai/Juni wandern, stehen die Chancen gut, ein leuchtendes Blütenmeer zu erleben. Zwischen den Felsformationen der Roques haben sich vereinzelt Kanarische Zedern und Kanarische Kiefern angesiedelt – uralte Baumarten, die mit extremer Trockenheit und starken Temperaturschwankungen zurechtkommen.
Wenn Sie am Abend oben sind: Der Teide-Nationalpark ist eines der besten Sternenbeobachtungsgebiete weltweit. An klaren Nächten sieht man die Milchstraße mit bloßem Auge.
Verlängerung Option #1: Tiefer in die Ucanca-Ebene
Vom tiefsten Punkt der Rundwanderung aus können Sie einen Abstecher in die weite Llano de Ucanca machen, die größte Sedimentebene der Caldera. Hier finden Sie den kuriosen Felsen Zapato de la Reina (Schuh der Königin), der tatsächlich die Form eines Schuhs hat. Der Legende der Guanchen, der Ureinwohner Teneriffas, nach verlor hier eine Prinzessin ihren Schuh – seitdem liegt er inmitten der Cañadas. Die Ebene wirkt besonders im Winterhalbjahr surreal, wenn sich nach Regenfällen kleine temporäre Seen bilden, die den Teide spiegeln.
Verlängerung Option #2: Los Azulejos
Nur etwa einen Kilometer südlich der Roques de García, an der TF-21 in Richtung Boca de Tauce, liegt eine weitere geologische Sensation: die Los Azulejos. Diese Felsformation schimmert in Türkis-, Jadegrün- und Purpurtönen – benannt nach den bunten Keramikfliesen (Azulejos), die auf der Iberischen Halbinsel so verbreitet sind. Die Farben entstanden durch hydrothermale Veränderungen: Aufsteigender Wasserdampf lagerte Eisenhydrat im Gestein ab, das ihm diese einzigartige Palette verleiht. Im Sonnenlicht wirkt das Ganze besonders intensiv. Los Azulejos sind vom Auto aus zu sehen, auch ein kurzer Halt an der kleinen Parkbucht ist auf der Rückfahrt möglich.
Verlängerung Option #3: Wanderwege kombinieren
Ambitionierte Wanderer, denen der Rundweg um die Roques de García zu kurz ist, haben direkt vom großen Parkplatz aus Zugang zu weiteren markierten Wanderwegen des Nationalparks, beispielsweise zum ca. 5 km langen Sendero PNT 19 Majúa. Oder Sie fahren ein paar Kilometer weiter Richtung Norden und laufen ein Teilstück des ca. 7 km langen Sendero PNT-39 Richtung Montaña Blanca. Vom Besucherzentrum El Portillo aus ist auch sehr lohnenswert der 8 km lange PNT 02 Rundweg Arenas Negras. Alle Infos dazu finden Sie auf der Website des offiziellen Portals TenerifeON – achten Sie auf die Tage der Mufflon-Kontrollen, dann können einzelne Wege gesperrt sein!
Sie suchen nach einer gut gelegenen Unterkunft für Ihren Teneriffa-Urlaub? Lernen Sie die Villa ARTE in Garachico kennen!
Fünf exklusive Apartments
Statt anonymer Hotelburgen genießen Sie in den fünf Apartments der Villa Arte den perfekten Mix aus Komfort und dem Charme eines historischen Gebäudes. Die Villa ARTE liegt mitten in Garachico nur wenige Schritte von den Lava-Naturpools „El Caleton“ am Atlantik auf der einen Seite und dem historischen Stadtkern auf der anderen Seite entfernt. Highlight ist die große Panorama-Dachterrasse mit Blick über das Meer und die Altstadt.
Garachico ist ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung von Teneriffa, insbesondere für wanderbegeisterte Besucher: Das Tenogebirge liegt vor der Tür und sowohl der Teide Nationalpark als auch das Anagagebirge sind in 60 bis 90 Minuten über gut ausgebaute Straßen zu erreichen. Das Städtchen bietet alles, was Sie für einen gelungenen Urlaub brauchen, ist dabei aber ruhig, ohne Partymeile, mit viel Atmosphäre.
- Nachhaltige, gesunde Bauweise
- Großzügiger Grundriss
- Voll ausgestattete Küche
- Extra Trinkwasserhahn - kein Plastikflaschen-Schleppen
- Fußläufig viele Restaurants
- Der individuellste Buchungsservice
- Early-Bird-Vorteile
- Begrüßungskorb mit Bio-Lebensmitteln
- Private Stadtführung in Garachico
- Treue-Bonus für Stammgäste
Nutzen Sie die Vorteile einer Direktbuchung!
Als Direktbucher genießen Sie in der Villa ARTE exklusive Vorteile, die Ihre Urlaubsplanung bequemer und Ihren Aufenthalt noch attraktiver machen.
Apartamento Amarillo
- Größe: 59 m²
- Etage: Obergeschoss 1
- Gäste: ~4
- Outdoor: Balkon
Loft Rojo
- Größe: 63 m²
- Etage: Erdgeschoss
- Gäste: ~4
- Outdoor: Patio
Ático Exclusivo
- Größe: 60 m²
- Etage: Obergeschoss 1
- Gäste: ~4
- Outdoor: 2 Terrassen
Suite Azul
- Größe: 44 m²
- Etage: Erdgeschoss
- Gäste: ~2
- Outdoor: Patio